Keine Panik vor der Darm-
spiegelung

Viele Menschen haben Angst vor der Darmspiegelung. Das hängt auch mit der vorausgehenden Darmreinigung zusammen. Beide haben den Ruf, äußerst unangenehm zu sein. Genau um diese Vorurteile zu widerlegen, hat die Felix Burda Stiftung den Darmkrebsmonat März ins Leben gerufen. Er soll jährlich helfen, das Thema in der Gesellschaft bekannt zu machen und über die so wichtige Vorsorge zu informieren.

Leider nehmen viel zu wenige Menschen die Darmkrebsvorsorge in Anspruch, obwohl die Darmspiegelung die optimale Vorsorge gegen Darmkrebs ist. Der Arzt kann entartete Zellen schon im Frühstadium erkennen und entfernen. „Bei keiner anderen Krebsart gibt es eine so effektive Vorsorge. Mit einer Darmspiegelung besteht die Möglichkeit das Darmkrebsrisiko erheblich zu senken“, sagt Prof. Dr. Alexander Meining, Leiter der Endoskopie und Oberarzt der II. Medizinischen Klinik am Klinikum rechts der Isar (TU München). Leider ruft das Wort ‚Darmspiegelung’ bei vielen Patienten Panik hervor – auch, weil diese mit einer vorausgehenden Darmreinigung verbunden ist. Früher war eine Darmreinigung ein unangenehmer Prozess, da die Patienten vier und mehr Liter einer salzigen Abführflüssigkeit trinken mussten. Aufgrund der Angst vor dieser unangenehmen Vorbereitung mangelte es den Patienten oft an der Motivation, die Darmreinigung bis zum Ende durchzuführen. Übelkeit und Erbrechen waren weitere häufige Gründe für den Abbruch der Darmvorbereitung, sodass eine ordnungsgemäße  Darmspiegelung häufig nicht möglich war, da der Arzt Veränderungen nur bei einem „vollkommen sauberen“ Darm erkennen kann. Heutzutage ist der Vorgang der gründlichen Darmreinigung für Patienten wesentlich angenehmer.

Innovative 2-Liter-PEG-Lösung

Durch moderne Produkte (wie z. B. MOVIPREP®) ist eine Darmreinigung nicht mehr unangenehm. Die Patienten trinken mit der so genannten 2-Liter-PEG-Lösung (Polyethyenglykol mit Ascorbinsäure, Natriumascorbat und Elektrolyten) nur noch die Hälfte der Reinigungsflüssigkeit. Außerdem bietet zum Beispiel die Norgine GmbH die Abführlösung in zwei fruchtigen Geschmacksrichtungen (Zitrone und Orange) an, die eher an eine Brause erinnern. Am Abend und am Morgen vor der Darmspiegelung wird jeweils ein Liter der Lösung getrunken. Ergänzend soll der Patient jeweils mindestens einen halben Liter klare Flüssigkeit wie z.B. Mineralwasser, hellen Tee oder eine klare Brühe zu sich nehmen. Durch enthaltene Elektrolyte und die zusätzliche Flüssigkeit belastet das Abführen den Körper nicht – der Wasserhaushalt bleibt im Gleichgewicht.